Computerspiele: Ältere Eltern großzügiger?

Das Meinungsforschungsinstitut "tns emnid" hat im Auftrag der Initiative SCHAU HIN! eine Studie zum Thema "Prävention von Computerspielsucht" veröffentlicht. Befragt wurden im Oktober 2009 im ganzen Bundesgebiet insgesamt 600 Eltern von Kindern zwischen fünf und 13 Jahren. Die Ergebnisse zeigen: Computerspiele gehören häufig zum Leben von Kindern und Jugendlichen dazu. Bei knapp 80 Prozent der befragten Eltern spielen die Kinder zumindest gelegentlich Spiele am Computer oder an der Spielkonsole.

Paradox. Während 85 Prozent der Eltern unter 30 Jahren gemeinsam mit ihren Kindern am Bildschirm spielen, sind es bei den Eltern über 40 Jahren nur noch 58 Prozent. In Haushalten mit jüngeren Eltern wird jedoch weniger Computer gespielt als in Familien mit älteren Eltern: Knapp 75 Prozent der Eltern zwischen 14 und 29 Jahre gaben an, dass ihr Kind gelegentlich ein Computerspiel nutzt, dies sagten auch 82 Prozent der Eltern, die 40 Jahre und älter waren.

Mehr:
Initiative SCHAU HIN! Emnid-Studie: Medienerziehung

Vorarlberg hat die unfallträchtigsten Schulwege


Die Dornbirner Ärztin Dr. Gabi Sprickler-Falschlunger verweist in ihrem Weblog "FRISCH GESPRICKELT" auf eine brandneue Verkehrsunfallstatistik der Statistik Austria, der österreichischen amtlichen Statistikinstitution. Und das was dort schwarz auf weiß steht ist eigentlich ein regelrechter Skandal: Vorarlbergs Schulkinder haben die gefährlichsten Schulwege Österreichs!

Damit verlängert sich die Liste der Negativ-Erfolge dieser Vorarlberger Landesregierung um einen weiteren Punkt und belegt ein weiteres Male deren Kinder- und Familienfeindlichkeit.

Mehr:
19. Straßenverkehr: Vorarlbergs Schulkinder leben am gefährlichsten


Die ganze Liste:
1. Vorarlberg hat die schlechtesten Bauerneinkommen
2. Vorarlberg hat die niedrigsten Pensionen
3. Vorarlberg hat die schlechtesten Löhne
4. Vorarlberg hat am wenigsten Humankapital
5. Vorarlberg hat am meisten Sonderschüler
6. Vorarlberg hat am meisten Durchfaller bei der Lehrabschlussprüfung
7. Vorarlberg hat am wenigsten Maturanten und Akademiker
8. Vorarlberg hat die schlechtesten Betriebsgründungszahlen
9. Vorarlberg hat am meisten unqualifizierte Arbeitnehmer
10. Vorarlbergs Bürgermeister verdienen am meisten!
11. Vorarlbergs Frauen verdienen am wenigsten!
12. Vorarlbergs Kulturförderung im Sinkflug
13. Vorarlbergs Sozialhilfeempfänger innert 3 Jahren verdoppelt!
14. Geringster Beschäftigtenzuwachs in Vorarlberg
15. Vorarlberg am höchsten mit spekulativen Fremdwährungskrediten verschuldet.
16. Vorarlbergs Bauern am höchsten verschuldet
17. Bildungspolitik: Vorarlberg ist Österreichs Schlusslicht
18. Vorarlberg ist bei der Umsetzung von Rechnungshof-Empfehlungen Österreichs Schlusslicht
19. Straßenverkehr: Vorarlbergs Schulkinder leben am gefährlichsten

Schlechte Nachricht für Migrantenkinder: Deutsch im Kindergarten wirkt nicht!

In einem Interview mit ZEIT online berichtet der Psychologe Hermann Schöler von den Ergebnissen seiner aktuellen Studie zur Sprachförderung im Vorschulalter, bei der 500 Kinder drei Jahre lang in dem Vorarlberg benachbarten Baden-Württemberg beobachtet wurden. Ein Befund, der einem allgemeinen Verdacht auch bei uns neue Nahrung gibt: Das ständige Gerede vom Deutschlernen und der Förderung der Migrantenkinder ist ein propagandistischer und populistischer "Leerverkauf".

Demnach mache es keinen Unterschied, ob Kinder mit Sprachproblemen Deutschunterrricht erhalten oder einfach nur einen Kindergarten besuchen, ohne speziell gefördert zu werden. Die Ursachen dafür sieht Schöler vor allem in den unzureichenden Rahmenbedingungen, unter denen die Sprachförderprogramme stattfinden. So müssten die Gruppen kleiner sein, damit die Kinder Gelegenheit zum Sprechen haben.

Während darüber hinaus die Erzieherinnen keine Experten für Sprachförderung seien, wüssten die ausgebildeten Sprachlehrer oft nicht, wie sie mit den Kindern umgehen müssen. Vor diesem Hintergrund plädiert Schöler für eine Integration der Sprachförderung in den Alltag, die spätestens ab dem dritten Lebensjahr beginnen müsste.


✔ Information:
Deutsch im Kindergarten wirkt nicht
Kinder, die kaum Deutsch können, sollen vor dem Beginn der Schule Sprachunterricht erhalten. Klingt plausibel, die Kurse sind aber nicht erfolgreich. Ein Interview mit dem Psychologen Hermann Schöler

Die ÖVP bewegt sich ... im Flachgau.

Als erste Gemeinde in Salzburg wird Anif (Flachgau) ab Jänner die Kinderbetreuung gratis anbieten. Der Vorschlag der Anifer ÖVP sieht auch vor, dass Kindergarten und Hort bald auch ganzjährig geöffnet bleiben. Noch sind der Anifer Kindergarten und auch der Hort wie in allen anderen Salzburger Gemeinden kostenpflichtig. Das soll sich ab Jänner ändern. Dieser Tage haben die Anifer Haushalte eine Postwurfsendung der mit der absoluten Mehrheit regierenden Anifer ÖVP erhalten. Sie verspricht kostenlose Kinderbetreuung in der Gemeinde und das ganzjährig.

Wann endlich bewegen sich auch die Vorarlberger ÖVP, wann deren Gemeindemandatare? Nicht dass sie nicht könnten oder gar unvernünftig wären. Sie dürfen kinder- und familienfreundliche Politik nicht machen! Die ÖVP im Landhaus erteilt die Weisungen und verteilt das Geld der Bürger als eigene "Wohltaten" für Wohlverhalten.

Die Einkehr der Vernunft bei der ÖVP im Flachgau ist wohl ein Ergebnis der Wahlniederlage der ÖVP bei den letzten Landtagswahlen. Kein schwarzer Landeshauptmann mehr und schon fehlt der parteipolitische Druck auf die eigentlich unabhängigen Gemeindemandatare.

Ob man das nicht nachmachen sollte? Bürgern, Kindern, Eltern und Gemeinden tät es sicher gut.

✔Information:

Anif erster Ort mit Gratiskindergarten
Bernhard Amann Revival - Kostenfreier Kindergarten