
Greenpeace-Aktivisten haben eine LKW-Ladung Pferdemist, gespickt mit gelben Atommüllfässern vor der Berliner Vertretung des Energiekonzerns EnBW - der Stromlastverteiler bes Vorarlberger Stromaufkommens und faktische Betreiber des Atomspeichers Kops II in Vorarlberg - deponiert. Die Umweltschutzorganisation teilte mit, dies sei der Protest "gegen den Versuch der Energiekonzerne, die Kosten für die Bergung ihres strahlenden Mülls im Salzstock Asse auf den Steuerzahler abzuwälzen."
"EnBW, RWE und Co. haben jahrzehntelang vom Prinzip Asse profitiert: Erst am Atomstrom verdienen, dann den Atommüll in der nächstbesten Grube verklappen - und die Zeche soll dann der Steuerzahler zahlen. Das ist radioaktive Abzocke", sagt Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer.
63 Prozent der Radioaktivität im Endlager Asse stammen nach Greenpeace-Recherchen aus dem EnBW-Atomkraftwerk Obrigheim, sechs Prozent aus RWE-Atomkraftwerken und weitere zwei Prozent aus Atommeilern von Eon und Vattenfall. Gutachter schätzen die Kosten für Rückholung, Neuverpackung und Endlagerung des Asse-Mülls auf rund 2,5 Milliarden Euro.
Greenpeace fordert die vier Stromkonzerne auf, als Verursacher des Atommülls im maroden Salzstock Asse II nun auch die Verantwortung zu übernehmen und die Bergung des gefährlichen Abfalls zu bezahlen.
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Greenpeace-Fischratgeber: Scholle niemals, Hering ab und zu
Die Umweltorganisation Greenpeace hat die Verbraucher aufgerufen, mit ihrem Einkaufsverhalten zum Schutz der Meere beizutragen. "Die Situation der weltweiten Fischbestände ist dramatisch", erklärte Meeresexpertin Iris Menn. Scholle oder Atlantischer Lachs gehörten demnach nicht mehr auf den Tisch umweltbewusster Konsumenten, heißt es in einem neuen Fischratgeber. Karpfenfilet, Regenbogenforelle, Pangasius oder Zander können jedoch bedenkenlos serviert werden.
Rund 80 Prozent der Fischbestände der EU werden Greenpeace zufolge so stark befischt, dass ihre Nachkommenschaft nicht gesichert sei. Im neuen Fischratgeber hat Greenpeace erstmals die Bestände von über 40 Fischarten bewertet. Darunter die Fischarten, die in Deutschland am häufigsten konsumiert werden, wie Hering, Lachs oder Dornhai (Schillerlocken). Aber auch Arten, die mittlerweile häufiger im Supermarkt auftauchen, zum Beispiel Granatbarsch.
Der Ratgeber gibt klare Hilfen, welchen Fisch aus welchen Beständen man guten Gewissens kaufen kann und auf welchen man unbedingt verzichten sollte. So gehören Scholle und Atlantischer Lachs heute nicht mehr auf den Teller. Bei Kabeljau oder Thunfisch kommt es auf das Fanggebiet an. Der Blauflossenthun im Mittelmeer zum Beispiel ist akut bedroht. Insgesamt sei die Situation der weltweiten Fischbestände allerdings "dramatisch". Über die Hälfte der Bestände werde maximal genutzt, ein Viertel sei entweder überfischt oder sogar bereits erschöpft.
Konsumenten können sich den Fischratgeber von der Greepeace Seite herunterladen oder ihn als Heftchen bestellen. Eine Flash-Version des Ratgebers finden Sie auf unserer Fischereiseite. Dort können Verbraucher die bewerteten Fischarten selber ordnen - "niemals kaufen!" oder "in Maßen vertretbar".
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Greenpeace Fischratgeber und Fischrezeptkarten
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